Auf diese Bücher freue ich mich im November 2016


Die steinerne Matratze
Margaret Atwood
Erzählungen
Erscheinungsdatum: 02. November 2016
Hardcover mit Schutzumschlag
304 Seiten
ISBN: 978-3-8270-1318-7
Preis: 20,00 €
Piper ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr



Trümmerkind
Mechthild Borrmann
Roman
Erscheinungsdatum: 02. November 2016
Hardcover mit Schutzumschlag
304 Seiten
ISBN: 978-3-426-28137-6
Preis: 19,99 €
Droemer HC ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr



Die Assistentinnen
Camille Perri
Frauenroman
Erscheinungsdatum: 11. November 2016
Paperback
320 Seiten
ISBN: 978-3-86396-095-7
Preis: 15,00 €
LYX ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr



I.Q.
Joe Ide
Thriller
Erscheinungsdatum: 14. November 2016
Taschenbuch mit Klappenbroschur
388 Seiten
ISBN: 978-3-518-46728-2
Preis: 14,95 €
Suhrkamp ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr



Im Sommer wieder Fahrrad
Lea Streisand
Roman
Erscheinungsdatum: 18. November 2016
Hardcover mit Schutzumschlag
372 Seiten
ISBN: 978-3-550-08130-9
Preis: 20,00 €
Ullstein ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr


Rezension: "Bao, der weise Panda, und das Geheimnis der Gelassenheit" von Aljoscha Long, Ronald Schweppe





Was für ein niedliches Kerlchen, der weise Panda Bao. Kann uns so ein knuffiger Geselle aber auch die Kunst der Gelassenheit wirklich näher bringen? Natürlich kann er! Wenn nicht "Bao Bibberbrüll", wer denn dann? Und das Gute, bei weitem richtet sich diese Lektüre nicht nur an Erwachsene.

Bao, ein leicht reizbarer und durchaus auch ängstlicher Panda, macht sich auf Anraten seines Großvaters auf die Suche nach mehr Gelassenheit. Auf seinem Weg bekommt er aus der Sicht der Tierwelt, einer Wolke, eines Berges und eines Flusses verschiedene Methoden und Übungen aufgezeigt, die zu mehr Gelassenheit führen.

Rezension: "Schrittweiß" von Christian Bedor



Warum immer nur das lesen, was die breite Masse verschlingt oder aber die großen Verlage herausbringen? Es darf auch gern mal die Nische sein, die mich in letzter Zeit schon häufiger sehr positiv überrascht hat.

Kurz nach der Wende fliegt Norbert Mondholz, Taxifahrer aus Frankfurt/Main, mit seiner Freundin Susanne über Weihnachten und Sylvester nach Mallorca. Während Susanne meist allein die Insel erkundet, begibt Norbert sich auf eine Reise in seine Vergangenheit, schwelgt in Erinnerungen und gibt sich Träumereien hin. 

Rezension: "Sechs Jahre" von Charlotte Link




Einige werden sich sicherlich fragen, warum ich freiwillig Bücher über schwere Erkrankungen, das Sterben und den nahenden Tod lese. Die Antwort ist ganz einfach: ich bewundere die Menschen, die es schaffen, sich gegen eine todbringende Erkrankung zu wehren. Noch einmal all ihre Kräfte mobilisieren, um noch ein Weilchen leben zu dürfen. Und ich bewundere die Menschen, die ihr Leid annehmen, Frieden schließen und bereit sind, zu sterben, auch wenn die Angst vor dem Tod in fast jedem von uns schlummert.
Bis dato habe ich keinen einzigen Roman von Charlotte Link gelesen, ohne, dass es einen Grund dafür gibt. Der Titel des Buches "Sechs Jahre" hat mich aber durchaus angesprochen. 

Charlotte Link gibt in ihrem Roman die letzten sechs Jahre ihrer Schwester wieder. Sie hat ihrer Schwester kurz vor deren Tod versprochen, dass sie den Verlauf ihres Leids nach ihrem Ableben niederschreiben wird, in welcher Form auch immer. Sechs Jahre ein Kampf gegen den Krebs, der von Anfang an schon verloren ist. Eine Heilung ist nicht mehr möglich. Der Krebs hat sich bereits derart im Körper ausgebreitet, dass verschiedene schwere Operationen zwar Aufschub leisten, an eine Heilung jedoch nicht mehr zu denken ist. 

Rezension: "Ist da oben jemand?" von Bärbel Schäfer



Welch ehrliche und bewegende Lektüre. Kann es "dort oben" wirklich jemanden geben, wenn doch so viel Leid auf Erden geschieht? Keiner kann darauf eine Antwort geben. Dennoch suchen wir nach ihr, damit unsere Fragen endlich beantwortet werden und nicht mehr einfach nur im Raume stehen. 

Bärbel Schäfer trauert. Sie trauert um ihren ehemaligen Lebensgefährten und um ihren Bruder. Beide verunglücken tödlich bei einem Autounfall. In diesem Buch schreibt sie sich all ihren Schmerz und ihr Leiden über den Tod der von ihr doch so geliebten Personen von der Seele. Ein nie enden wollender Schmerz, der zermürbt. Die Frage nach dem Warum wird jedoch immer offen bleiben.

Rezension: "Der Ameisenhaufen" von Vera Russwurm



Schon einmal hinter die Kulisse des Showbiz geschaut? Nein? Dann aber nichts wie los. Hier wartet ein Roman, der die Abgründe der Branche auf unterhaltsame Art und Weise wiedergibt.

Die österreichische Produktionsfirma "Master-TV Österreich" plant, nachdem eine ihrer TV-Shows aufgrund von geringen Einschaltquoten eingestellt wurde, eine völlig neue, noch die dagewesene Gameshow, die endlich für den Durchbruch am Fernsehhimmel  sorgen soll.

Rezension: "Die Welt im Rücken" von Thomas Melle



Gern hätte ich diese Rezension bereits vor der Verleihung des diesjährigen Deutschen Buchpreises veröffentlich, nur leider habe ich keine Zeit gefunden. Jetzt, einen Tag nach der Verleihung, meine Rezension, die ...... na, lest selbst.

Der Autor Thomas Melle erkrankt Ende der 90er Jahre an einer Manischen Depression. Eine Erkrankung, die alles aus den Angeln hebt. Eine Erkrankung von der man am Rande vielleicht schon einmal gehört hat, sich aber nicht weiter damit beschäftigen möchte, sind psychische Erkrankungen doch noch immer ein Tabuthema. Wenn es sich dann noch um eine Bipolare Störung dreht, dann lässt man erst recht die Finger davon; zu verrückt die Menschen, die mit so einer Diagnose gestraft sind.

Rezension: "Morgen ist es vorbei" von Kathrin Wessling



Jeder kennt dieses Gefühl, das einen ergreift, wenn die Liebe ins Wanken gerät und sich die Liebe auf einmal dem Ende neigt. Liebeskummer, die unerfüllte oder verlorengegangene Liebe! Eben noch himmelhochjauzend und jetzt zu Tode betrübt.

Die Autorin Kathrin Wessling greift mit ihren dreizehn Kurzgeschichten ein ganz besonderes Thema auf, das jeder von uns schon mal am eigenen Leibe erfahren hat. Liebeskummer! Vorbei ist es mit dem Kribbeln im Bauch, jetzt folgt der Stich ins Herz. Dieser intensive Schmerz, der nicht genau zu lokalisieren ist und sich im ganzen Körper breit zu machen scheint.

Rezension: "Mascha, du darfst sterben" von Antje May



Warum mag ich nur so gern Bücher lesen, deren Inhalt mit Problemen behaftet und alles andere als leichte Kost sind? Wahrscheinlich, weil die eigenen Probleme auf einmal so unsagbar klein werden.

Ein Tag wie jeder andere möchte man meinen, doch von einer Sekunde auf die andere ändert sich für die fröhliche 17jährige Teenagerin Mascha alles. Von einem Auto erfasst, wird das lebenslustige Mädchen auf Grund eines Schädel-Hirn-Traumas zur Wachkomapatientin und damit zum Pflegefall.

Rezension: "Wahrscheinlich Liebe" Meg Rosoff




“Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben. Sie gehen nicht fort, wenn es schwierig wird, und auch, wenn der erste Rausch verflogen ist, sehen sie uns noch immer mit genau diesem Ausdruck in den Augen an. Das tun sie bis zu ihrem letzten Atemzug. Vielleicht, weil sie uns von Anfang an als das sehen, was wir wirklich sind: fehlerhafte, unvollkommene Menschen. Menschen, die sie sich dennoch genau so ausgesucht haben. Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens. Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte. Er tut es einfach. Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.“ (Picasso)

Ein Roman, mit tierischen Gefährten? Ein bisschen Skepsis kommt in mir auf. Ein Roman, in dem Vierbeiner mitwirken und dann auch noch Hunde ... den muss ich lesen! 

Rezension: "Irgendwo im Glück" von Anna Mc Partlin



Wie heißt es so schön? In der Kürze liegt die Würze! Schade nur, dass sich viele Autoren in ihrer Geschichte verlieren und einfach nicht zum Ende kommen.

Maisie Bean bricht mit ihren Kindern, dem sensiblen Sohn Jeremy und der starrköpfigen Tochter Valery, aus ihrer von Gewalt geprägten Ehe aus und zieht zu ihrer Mutter.
Als engagierte Mutter liegt Maisie viel daran, dass aus ihren Kindern charakterstarke Persönlichkeiten werden. So ist sie bestrebt, durch zwei Arbeitsstellen, die Familie über Wasser zu halten, um ihren Kindern eine gesunde Basis bieten zu können.

XXXVI - Von Hundert auf Null/06.September 2011




Und was man tunlichst unterlassen sollte, ist, mir meinen viel zu hohen Blutdruckwert auch noch unaufgefordert um die Ohren zu hauen.
Mensch, ich weiß doch, dass der Blutdruck zu hoch ist und ich habe verdammt noch einmal Panik vor einem Herzinfakt. Kann denn das so schwierig sein, es zu verstehen. Zeigt man einem ehemaligen Krebspatienten denn auch immer mal wieder Rezidive, um dem Patienten Angst zu machen. Nein, mit Sicherheit nicht.

Sämtliche Kranke werden mit Samthandschuhen angefasst, wenn ihnen dann nicht gerade doch nur ein Pups quer sitzt. Sobald aber jemand daherkommt, der nicht so tickt, wie die breite Masse, werden sofort die Samthandschuhe an den Nagel gebaumelt und die Boxhandschuhe werden übergezogen. Vorbei ist es mit der Vorsicht dem Patienten gegenüber, andere Geschütze werden jetzt aufgefahren.

Rezension: "Das grüne Rollo" von Heinrich Steinfest





Wie ist es möglich, durch ein grünes Rollo in eine Parallelwelt zu gelangen? Erfolgsautor Heinrich Steinfest nimmt seine Leser mit auf eine ungewöhnliche Reise, die nicht allein durch Steinfests genialen und witzigen Schreibstil von Anfang an etwas ganz besonderes ist.

Der zehnjährige Theo wird eines Nachts von einem vor seinem Fenster erscheinenden grünen Rollo überrascht. Fasziniert durchschreitet er das Rollo, um dort einer Reihe von Skurrilitäten gegenüber zu stehen. Nicht nur, dass er dort vielen  Kämpfen ausgesetzt ist, nein, mit Hilfe eines Zaubermessers befreit er dort auch unter anderem ein Mädchen.

Rezension: "Napoleon und ich" von Sylvain Tesson




Man darf mich eine Banausin nennen, aber im Geschichtsunterricht habe ich leider nicht so gut aufgepasst Okay, Napoleon ist mir schon ein Begriff, aber wo er überall seine Kriege ausgefochten hat, kann ich leider nicht fehlerfrei zum Besten geben. Aus heutiger Sicht ist es schade, da mich der Russlandfeldzug 1812 des kleinen Korsen mit dem Zweispitz durchaus interessiert. Einzig und allein, dass der Feldzug nach anfänglichen französischen Erfolgen in einer der größten militärischen Katastrophen der Geschichte endete, war sogar mir bekannt.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als mich der Roman "Napoleon und ich" von Sylvain Tesson angelächelt hat. Ich zusammen mit Sylvain Tesson auf den Spuren Napoleons bei seinem Rückzug aus Moskau im Oktober 1812, wer hätte das gedacht? Ich nicht und mit Sicherheit erst recht nicht meine ehemaligen Geschichtslehrer.

Rezension: "Fuck the Föhnfrisur ... Eine Lehrerin schult um" von Meike Frei





Warum schaffen es einige Bücher auf die Bestsellerliste und andere nicht? Warum gewinnen Autoren mit ihren Büchern 100.000 Leser, die von Nöten sind, um auf die Bestsellerliste zu kommen und andere nicht?
Diese Frage stelle ich mir in letzter Zeit häufiger! Erklärungen dafür findet man zur Genüge. Meines Erachtens bedarf es einfach viel mehr Leser, die bereit und auch neugierig sind, sich Romanen oder auch Sachbüchern zu widmen, die nicht "gehypt" werden. So hoffe ich, dass der Roman "Fuck the Föhnfrisur" von der Autorin Meike Frei viele, viele Leser gewinnen wird, damit er es dahin schafft, wohin er es verdient hat, nämlich auf die Bestellerliste.

Ein Roman, der mit Witz und Raffinesse zu amüsieren weiß, der aber alles andere als nur ein lustiges Buch ist, sondern sich vielmehr mit den Missständen des Lehrerberufs befasst. Dies allerdings so humorvoll und intelligent umgesetzt, dass man das Buch wirklich Seite für Seite bis zum Schluss genießt und traurig ist, dass ein Roman auch mal enden muss.

XXXV - Von Hundert auf Null/06. September 2011


Noch während Auge mir seine Knastgeschichte zum Besten gibt, wird meine Unruhe peu à peu schlimmer und ich kann seinen Ausführungen nicht mehr folgen.
Seine Stimme wird immer lauter, unerträglich laut. So laut, dass ich mir am liebsten die Ohren zuhalten oder noch besser, einfach wegrennen würde.
Ich habe Angst, loszuschreien. Angst mal wieder, jeden Moment auszurasten.

In meiner Angst bastel ich mir einen Notfallplan zurecht.
Bevor ich ausflippe und man mich einfangen muss, werde ich mit letzter Kraft in mein Zimmer rennen, Portemonnaie und Handy rausholen, in den nahegelegenen Wald rennen, mich dort verstecken, um dort entweder zu sterben oder bestenfalls mir noch ein Taxi zu rufen, um mich von dort aus zum Sterben nach Hause bringen zu lassen.