Auf diese Bücher freue ich mich im Dezember 2016



Die Musik der verlorenen Kinder
Mary Morris
Roman
Erscheinungsdatum: 05. Dezember 2016
Broschur
400 Seiten
ISBN: 978-3-7466-3272-8
Preis: 12,99 €
Aufbau Verlag ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr 



Navy Seal im Einsatz
Marcus Lutrell
Sachbuch
Erscheinungsdatum: 05. Dezember 2016
Hardcover
450 Seiten
ISBN: 978-3-86883-914-2
Preis: 19,99 €
Riva ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr



Weltretten für Anfänger
Arto Paasilinna
Roman
Erscheinungsdatum: 09. Dezember 2016
Gebundene Ausgabe
317 Seiten
ISBN: 978-3-431-03974-0
Preis: 20,00 €
Bastei Lübbe ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr



Das Jahr der wundersamen Begegnungen
Sarah Winman
Roman
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2016
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
352 Seiten
ISBN: 978-3-8090-2662-4
Preis: 19,99 €
Limes ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr



Amerikanische Erfindungen
Rivka Galchen
Roman
Erscheinungsdatum: 16. Dezember 2016
Gebundene Ausgabe
208 Seiten
ISBN: 978-3-498-02529-8
Preis: 19,95 €
Rowohlt ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr



Das Glück der fast perfekten Tage
Fioly Bocca
Roman
Erscheinungsdatum: 16. Dezember 2016
Gebundene Ausgabe
192 Seiten
ISBN: 978-3-805-25101-3
Preis: 19,95 €
Wunderlich ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr



Mein Vater, das Kondom und andere nicht ganz dichte Sachen ...
Gudrun Skretting
Jugendroman ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum: 22. Dezember 2016
Gebundene Ausgabe
256 Seiten
ISBN: 978-3-805-25101-3
Preis: 14,99 €
Carlsen ... Klickt hier und ihr erfahrt gleich mehr

 

Rezension: "Das Verschwinden des Philip S." von Ulrike Edschmid



Als Philip S. im Spätsommer 1967 aus der Schweiz kommend, sein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin aufnimmt, ist Benno Ohnesorg seit ein paar Monaten tot. Die Stimmung in der Stadt ist aufgeheizt und immer mehr Studenten politisieren sich, nicht aber Philip S. Anstatt sich der linksextremen Studentenszene anzuschließen, widmet er sich vorerst der Kunst und arbeitet an seinem ersten und einzigen Film. 
Nein, unpolitisch ist er nicht, er verfolgt politische Diskussionen durchaus und kommt irgendwann an einen Punkt an, an dem er sich zu denen, die sich radikalisieren, hingezogen, sich mit ihnen verbunden fühlt.
Nach und nach zieht er sich zurück. Er zieht sich zurück aus einer Welt, die er nicht aushält und die er nicht ertragen kann, obwohl sie ihm doch Heimat und Halt gibt. Aus einem Lebensgefährten und liebevollem Vaterersatz wird ein Mitglied der Bewegung 2. Juni. Ein Mitglied, das den Widerstand gegen den Staat und dessen Politik nicht überleben wird.

Rezension: "Die Unvollkommenheit der Liebe" von Elizabeth Strout



Ich gehöre nicht zu den Lesern, die förmlich danach lechzen, das Autor XYZ wieder einen neuen Roman herausbringt. Bei Elizabeth Strout mache ich da eine Ausnahme. Zwar lechze ich nicht danach, aber ich freue mich, wenn ein neuer Roman von ihr erscheint. Ich kenne keine andere Autorin, die es schafft, mich emotional derart zu berühren, dass ihre Geschichten noch lange in mir nachwirken. Der Roman "Die Unvollkommenheit der Liebe" ist eine weitere berührende emotionale Reise in das weite Land der Liebe.

Lucy Barton ist nach einer Blinddarmoperation, die eine rätselhafte Infektion zur Folge hat, für neun Wochen ans Krankenhausbett gefesselt. Obwohl der Kontakt zwischen Lucy und ihrer Mutter schon seit längerem auf Eis liegt, sitzt diese eines Tages für fünf Tage und Nächte an ihrem Bett. In langen Gesprächen kommen Mutter und Tochter sich zwar wieder näher, Kühle und Distanz sind jedoch weiterhin vorherrschend.

Rezension: "Ein Junge namens Weihnacht" von Matt Haig



Hach, wie gemütlich ist doch die Adventszeit. Ein Becher heißer Kakao, eine kuschelige Decke, ab aufs Sofa und ... nur noch einen Roman, bestenfalls passend zur Weihnachtszeit, zur Hand und alles ist perfekt!
Damit ihr spätestens zum Heiligen Abend wisst, wie es dem Weihnachtsmann in seiner Jugend ergangen und weshalb gerade er Weihnachtsmann geworden ist, habe ich hier einen Roman für Euch, der bereits jetzt schon ein Klassiker ist, obwohl er doch erst vor kurzem erschienen ist.

Der elfjährige Nikolas, dessen Mutter schon früh verstorben ist, wächst bei seinem Vater Joel im fernen Finnland auf. Im Auftrag des Königs soll dieser herausfinden, ob es im Norden des Landes eine Stadt gibt, in der nur Wichtel wohnen. Dies hat zur Folge, dass Nikolas erst einmal bei seiner Tante leben muss. Da das Leben dort jedoch alles andere als angenehm ist, reißt Nikolas mit seinem Freund, einer Maus, aus, um seinen Vater im hohen Norden zu suchen.

Rezension: "Megalife" von Samsofy


Selbstverständlich bin auch ich mit Legosteinen aufgewachsen.
Soweit ich mich erinnere, haben wir zumeist oder aber auch ich allein, Häuser gebaut. Sie stellten Schulen, Bauernhöfe oder aber ganz normale Wohnhäuser dar. Was uns fehlte, waren Figuren. Dafür mussten anfangs die Figuren aus der Puppenstube, später auch die Barbiepuppen herhalten, die im Vergleich zu den von uns gebauten Häusern, viel zu groß ausfielen.
Die Neuerung kam 1974, als es nun Zusatzteile zu kaufen gab, mit denen menschliche Figuren gebaut werden konnten. Auch kamen im gleichen Jahr die ersten Figuren auf den Markt, die den heutigen Figuren ähneln, allerdings nur den Kopf drehen konnten.

Rezension: "Von unten betrachtet geht es nur nach oben: Mein Weg zurück ins Leben" von Jens Sembdner



Was macht man, wenn der Partner so plötzlich mir nichts dir nichts aus dem Leben scheidet? Steckt man den Kopf in den Sand oder versucht man langsam aber sicher, Stück für Stück, die Leiter aus dem Dunkeln wieder hochzukrabbeln.

Jens Sembdner, Sänger der deutschen Musikgruppe "Die Prinzen" wird mit dem konfrontiert, was man sich nur sehr schwer vorstellen kann. Seine Frau nimmt sich im Alter von nur 34 Jahren das Leben. Nichts, aber auch gar nichts deutete daraufhin, dass sie diesen Schritt machen würde. Dachte man anfangs noch daran, dass es sich um eine Vergiftung handeln könnte, musste Sembdner den Tatsachen ins Auge sehen, dass seine Frau sich mit Hilfe von Medikamenten das Leben genommen hat.

Rezension: "Survive - Du bist allein" von Alexandra Oliva


Auch bei diesem Roman gilt: Tolles Cover, toller Titel - ich bin dabei!

Zwölf Teilnehmer, die unterschiedlicher nicht sein können, nehmen an einer Realityshow in einem Gebirge in den Vereinigten Staaten Amerikas teil. Verschiedene Team- und Einzelaufgaben, müssen bewältigt werden, um unter Beweis zu stellen, dass man das Zeug hat, zu den ersten drei Gewinnern zu gehören und bestenfalls Publikumsliebling zu werden. Bald schon treten erste Konflikte auf und jede weitere Prüfung, die zu bewerkstelligen ist, bringt die Teilnehmer näher an den Rand ihrer Kräfte. Wie weit wird jeder Kandidat gehen, um das satte Preisgeld einzuheimsen und wird er die Challenges überhaupt durchhalten? Denn was als Abenteuer beginnt, endet in einem nie wollenden Albtraum! Und ganz nebenbei werden der Cutter sowie der Produzent der Realityshow auch nicht mehr lang zu leben haben.

Rezension: "Im Himmel gibt es Coca Cola" von Christina Nichol



In letzter Zeit habe ich wirklich ein sehr glückliches Händchen. Da ich ja zu der Gattung der Beratungsresistenten gehöre, gebe ich nicht viel auf Buchempfehlungen von Freunden, Bekannten oder den Medien. Wenn Bücher dann noch, wie heißt es so schön, "gehypt" werden, dann mache ich zumeist eh einen großen Bogen um das, was die Masse liest. Ich entscheide meist aus dem Bauch heraus. Was für mich wichtig ist, ist die Stimmigkeit von Cover und Titel und wie sollte es anders sein? Auch bei diesem Roman habe ich mich nicht geirrt.

Wir schreiben das Jahr 2002. Slims Achmed Makaschwili, Durchschnittsanwalt beim Seerechtsministerium, lebt in Georgien, das nach dem Zerfall der Sowjetunion ein unabhängiger Staat geworden ist. Doch trotz Unabhängigkeit und freier Marktwirtschaft befindet sich das Land in einem desolaten Zustand. Arbeit ist kaum zu finden. Wer Arbeit hat, verdient einen Hungerlohn. Wer keine Arbeit hat, weiß nicht, wie er den nächsten Tag überleben soll. Korruption beherrscht das Land und so steht das Geld meist nur den Korrupten des Landes zur Verfügung. Jeden Tag aufs Neue kommt es zu Stromausfällen, den sich mittlerweile eh kaum noch jemand leisten kann und das marode Georgien verfällt weiter.

Rezension: "Zärtlich" von Belinda McKeon



Liebesromane mit allzu viel Herzschmerz und deren Ausgang man eh schon kennt, sind mir ein Graus und deshalb mache ich einen ganz großen Bogen darum. Es gibt aber durchaus das ein oder andere Buch, das mich dann doch berührt, wenngleich es wirklich schwer ist, mich in Liebesdingen mit einem Roman zu erreichen. Das schon einmal vorweg.

Ende der 90er Jahre lernen sich Catherine, Studentin der Literaturwissenschaft und James, Fotograf, in Dublin kennen. Beide aus irischen Provinznestern stammend, wollen das Leben mit all seinen so wundervollen Facetten endlich für sich erobern. Das neue Leben fernab der Heimat bekommt Catherine sehr gut und sie genießt die Hauptstadt in vollen Zügen. Für James, der aufgrund seiner Homosexualität eine weltoffene Stadt für sein Outing gesucht hat, ist auch das liberale Dublin nicht der Ort, an dem er zu seinem Schwulsein stehen kann. Das Geheimnis um James sexuelles Anderssein schweißt die beiden noch mehr zusammen. Nach kurzer Zeit muss sich Catherine jedoch eingestehen, dass sie sich in James verliebt hat, auch wenn sie sich darüber sofort im Klaren ist, dass ihre Liebe nicht von Erfolg gekrönt sein wird und die Katastrophe vorprogrammiert ist.

Rezension: "Shore, Stein, Papier" von $ick



Die aufregendsten Geschichten schreibt das Leben. Teilweise so aufregend, packend und aufwühlend, dass man als Leser nicht glauben mag, dass derartige Geschichten wirklich erlebt und gelebt worden sind, sondern vielmehr aus der Feder eines Autors stammen, dessen Phantasie mehr als nur blühend ist.

Der Roman "Shore, Stein, Papier" ist die authentische Geschichte des ehemals herionabhängigen $ick, der mit 13 Jahren das Kiffen begann, mit 15 Jahren das erste Mal Shore rauchte und im Alter von 18 Jahren das erste Mal im Knast einsaß. Eine Geschichte, die nur das Leben schreiben kann.

Rezension: "Das Leben ist zu bunt für graue Tage" von Sophie Bassignac



Was erhofft man sich, wenn man sich einen Roman mit dem Titel "Das Leben ist zu bunt für graue Tage" kauft? Richtig, man will auf leichte Art und Weise unterhalten werden. Sich einem Buch widmen, dass einen aus dem oftmals schon tristen, grauen Alltag holt, hinein in eine Story, die jeden ungemütlichen Novembertag zu einem ganz besonderen Tag werden lässt. Das Berauschende, das Fröhliche, ja, eben das Bunte habe ich erwartet. Gestoßen aber bin ich auf einen Roman voll von Charme und Melancholie und das Beste, ich habe ihn in allen Zügen genossen.

Rezension: "Kokainmeere - Die Wege des weltweiten Drogenhandels" von Ana Lilia Pérez


Dass die Deutschen zu den Topkonsumenten von Kokain gehören, war mir bekannt. Dass nur fünfzig Kilometer von meinem Wohnort entfernt, der Hauptumschlagplatz für die Verteilung des euphorisierenden Gifts für den nord- und osteuropäischen Markt liegt, habe ich zwar gewusst, jedoch sind mir die genauen Routen, die das Pulver versteckt zwischen Bananenkisten, in Kühlschränken, zwischen Gewürzen oder zwischen Schuhen aus Billiglohnländern hinter sich hat, fremd.

Da es durchaus ein tödliches Unterfangen sein kann, diese Wege der breiten Masse aufzuzeigen und zwar derart akribisch recherchiert, dass der Leser meint, er befinde sich direkt vom Anbau des Cocastrauches bis hin zum Verbraucher mit dabei, darüber ist sich die Autorin Ana Lilia Pérez sicherlich zu jeder Zeit im klaren. Umso erstaunlicher, dass die Autorin couragiert den Kampf gegen die Drogenmafia aufnimmt und der Welt darlegt, welches Kapital die Weltmeere Stunde um Stunde durchquert.

Rezension: "Deutschland im Blaulicht" von Tania Kambouri


Zu allererst möchte ich hier erwähnen, dass es nicht einfach ist, dieses Buch zu rezensieren. Nicht einfach? Warum? Wie schnell wird man heute als Nazi, rechte Sau oder noch schlimmer beschimpft, wenn man nicht mit den Gutmenschen oder den Weichspülpolitikern konform geht? Aber warum soll man schweigen? Warum darf nicht auch das gesagt oder geschrieben werden, was der Wahrheit entspricht, ohne gleich als Nazi beschimpft zu werden? Umso bemerkenswerter, dass ausgerechnet eine Polizistin das niederschreibt, womit sie alltäglich in ihrem Job konfrontiert wird.

Zugegeben, ich habe eine zwiegespaltene Meinung zum Beruf des Polizisten. Ich habe einfach zu viele Ordnungshüter kennengelernt, die ihre Macht als Polizisten gerade auf Demonstrationen ausgenutzt und missbraucht haben. Dennoch glaube ich, dass es sich bei derlei Ordnungshütern um die Minderheit handelt.

Was aber müssen Polizisten aushalten, die sich tagtäglich denen gegenüberstellen müssen, die unseren Staat und die dazugehörige Rechtsform nicht akzeptieren oder aber glauben, dass für sie Regeln und Gesetze nicht gelten? Was hat sich verändert, seitdem der Flüchtlingsstrom sich in Bewegung gesetzt hat und die Zahl der Migranten in Deutschland explosionsartig gestiegen ist? 

Rezension: "Generation Putin" von Benjamin Bidder




2018 wird in Russland der nächste Präsident gewählt. Dass der neue Präsident auch der alte Präsident sein wird, ist so gut wie sicher. Wer da anderer Meinung ist, der lehnt sich weit aus dem Fenster und wird mit Sicherheit eines besseren belehrt werden. Wie aber steht die "Generation Putin" zu ihrem Präsidenten und zum russischen Regime? Dieser Frage ist Autor Benjamin Bidder nachgegangen und versucht, eine Generation zu verstehen, die im neuen Russland groß geworden ist.

Wir treffen auf den Aktivisten Alexander aus St. Petersburg, der als Rollstuhlfahrer für die Rechte von Behinderten kämpft, auf die staatstreuen Karrierefrauen Lena aus Smolensk sowie Diana aus Sotschi, auf die Buchhalterin und Mutter Taissa aus Grozny und auf die Oppositionelle Wera sowie auf den Roofer Marat beide aus Moskau. Ein Querschnitt durch die russische Gesellschaft, der dem Leser einen Einblick in die Generation Putin ermöglicht.

Rezension: "Der schwarze Hund - Wie man Depressionen überwindet und Angehörige und Freunde dabei helfen können" von Matthew Johnstone



Bilder sagen mehr als tausend Worte!
Eine Depression in Worte zu fassen, ist selbst für einen Psychiater nicht einfach, wenn er Angehörigen von an Depressionen Erkrankten die Krankheit näher bringen soll. Umso schwerer, wenn ein Betroffener Rede und Antwort stehen soll.

Schön, dass es da einen Autor wie Matthew Johnstone gibt, der es mit wenigen Worten, aber außerordentlich ausdrucksstarken Bildern schafft, einer Krankheit ein bisschen von dem zu nehmen, was der Volksmund wohl Angst vor dem Unbekannten nennt.

Selbst unter starken Depressionen leidend, bin ich oft an meine Grenzen gestoßen, wenn ich versucht habe, Angehörigen und Freunden zu erklären, was in und mit mir los ist. Dank jahrelanger Therapien habe ich es Gott sei Dank heute geschafft, wieder Glück und Leben in eben dieses Leben zu lassen. Wie leicht wäre es doch gewesen, wenn ich dieses einfühlsame Bilderbuch zur Hand gehabt hätte.

Lesungen im November 2016

Der Kunstmann Verlag lädt auch im November wieder zu Lesungen der nachfolgend aufgeführten Romane sowie zu einer Ausstellung ein. Vielleicht findet ja auch eine Lesung in Eurer Nähe statt! Solltet Ihr eine interessante Lesung für Euch finden - ich wünsche Euch viel Spaß!


Paul Murray


"Der gute Banker" 

Gebundene Ausgabe
526 Seiten
Preis: 25,00 €
ISBN: 978-3-95614-120-1
Ein Blick ins Buch ... dann klicke hier!

Hat Claude Martingale gehofft, er könne seinem Leben als Banker durch seinen Umzug von Paris nach Dublinersehnte Wende geben? Sein neuer Job in der aufstrebenden Bank von Torabundo raubt ihm jedenfalls schnelljegliche Illusion. Auch hier verbringt er, wie alle seine Kollegen, seine Tage und Nächte einzig im Dienste des Geldes. In diese lähmende Eintönigkeit platzt der Schriftsteller Paul, der, auf der Suche nach neuem Stoff, Claude zu seinem modernen Jedermann erkoren hat, zum Helden seines künftigen literarischen Meisterwerks. Unter Pauls höchst erfindungsreichem Einfluss wird Claudes Leben tatsächlich aufregender, besonders als die schöne griechische Kellnerin Ariadne ins Geschehen tritt. 
Doch Paul treibt ein doppeltes Spiel, und auch die Bank von Torabundo erweist sich als weniger ehrenwert als erhofft: zwielichtige Übernahmen, dubioser Derivatehandel und eine neue Unternehmensstrategie, die sich »kontraintuitives Handeln« nennt – kann das alles gut gehen? (Inhaltsangabe des Verlages)

Rezension: "Die störrische Braut" von Anne Tyler



Ihr kennt das Theaterstück "Der widerspenstigen Zähmung" von William Shakespeare, mögt es aber gern ein bisschen moderner? Dann müsst ihr unbedingt die Neuauflage von Anne Tyler lesen. Und für alle, die mit Shakespeare nichts am Hut haben ... rauf auf´s Sofa, es wird turbulent.

Kate Battista, Ende 20, lebt mit ihrem Vater, einem Professor auf dem Gebiet der Autoimmunerkrankungen und ihrer jüngeren und schwer pubertierenden Schwester Bunny in einem Haushalt und ist für all das zuständig, was eigentlich Aufgaben einer Mutter wären. Ihren Job als Kindergärtnerin übt Kate mehr schlecht als recht aus und Unterredungen mit ihrer Kindergartenleitung, die des öfteren Konsequenzen nach sich ziehen, stehen auf der Tagesordnung.